Hic et tum pater ipse petens responsa latinus centum lanigeras mactabat rite bidentis, atque harum effultus tergo stratisque iacebat uelleribus: subita ex alto uox reddita luco est: ne pete conubiis natam sociare latinis, o mea progenies, thalamis neu crede paratis; externi uenient generi, qui sanguine nostrum nomen in astra ferant, quorumque a stirpe nepotes omnia sub pedibus, qua sol utrumque recurrens aspicit oceanum, uertique regique uidebunt.
von eliana.c am 30.03.2016
Zu dieser Zeit führte König Latinus selbst, auf göttliche Antworten sinnend, das rituelle Opfer von hundert wolligen Schafen durch, und er lag auf ihren ausgebreiteten Fellen und Häuten. Plötzlich erklang eine Stimme tief aus dem heiligen Hain: Versuche nicht, deine Tochter mit einem lateinischen Mann zu vermählen, mein Kind, und vertraue nicht den Heiratsabsprachen, die du getroffen hast. Fremde Schwiegersöhne werden kommen, die unseren Namen zu den Sternen erheben durch ihre Blutlinie, und ihre Nachkommen werden alle Länder unter ihren Füßen herrschen und regieren sehen, wohin die Sonne in ihrem täglichen Lauf über beide Ozeane wandert.
von isabel9921 am 21.08.2023
Hier und dann selbst Antworten suchend, opferte Latinus nach Ritus hundert wolltragende zweijährige Schafe, und auf deren Rücken und ausgebreiteten Fellen liegend: plötzlich wurde aus dem tiefen Hain eine Stimme zurückgesendet: Suche nicht, deine Tochter in lateinischen Ehen zu vereinen, o mein Sprössling, noch vertraue afu vorbereitete Gemächer; fremde Schwiegersöhne werden kommen, die durch ihr Blut unseren Namen zu den Sternen tragen werden, und von deren Geschlecht Nachkommen alles unter ihren Füßen sehen werden, wo die Sonne, wiederkehrend in beide Richtungen, den Ozean betrachtet, um gewendet und beherrscht zu werden.